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Die
hier geäusserten Meinungen sind nur als solche des „Heizungs-Engel“ zu
betrachten und haben kein Anrecht auf Vollständigkeit. Allerdings
entsprechen die Aussagen den Erfahrungen des Heizungs-Engel (15 Jahre am
Markt) und des Verfassers (ca. 40 Jahre in der Heizungs-Technik tätig).
Generelle Bemerkungen:
Im Neubau sind heute fast
ausschliesslich nur mehr Baumaterialien in Verwendung, welche einen k-Wert
(u-Wert) von 0,38 und weniger aufweisen; Man kann daher wohl annehmen,
dass dadurch die Heizlast (= Circa-Leistung des Kessels/Therme) meist
zwischen 50 und 60 Watt pro „m2 beheizter Fläche“ liegt. In den 80-er
Jahren wurde noch mit 100 bis 120 Watt/m2 gerechnet.
Die Heizlastberechnung (auch Wärmebedarfsberechnung genannt) ist
das Um und Auf in der Heizungstechnik und muss nach der neuen Euro-Norm EN
12831 oder mindestens nach ÖNORM M 7500 erfolgen (und nicht nach B 8135!)
. Diese kann vom Auftraggeber – bei/nach Auftragserteilung – jederzeit
eingesehen werden; zumindest beim Heizungs-Engel!. Diese Berechnung ist
die Grundlage für die Bestimmung der Heizkörper-Grössen und –Typen.
In der ÖNORM M7500 ist festgelegt, mit welcher maximaler Aussentemperatur
im Baugebiet zu rechnen ist, und welche Raumtemperaturen den
Räumlichkeiten zuzuordnen werden. Besondere Temperatur-Wünsche sind vor
Auftragserteilung bekanntzugeben.
(Norm: z.Bsp. Wohnzimmer 22°Cel., Bad 24°Cel., Vorraum 18°Cel, etc.)
Komfort:
Je niedriger die Radiatortemperatur, desto besser der Komfort durch
geringere punktuelle Strahlung (in der Nähe des Heizkörpers fühlt man sich
nicht immer wohl) und geringere Konvektion (sprich: Luftbewegung) im Raum.
Allerdings sollten die Heizkörper auch wirklich länger (grösserer
Strahlungsanteil) und nicht dicker (grösserer Konvektionsanteil)
werden. Eine Vorlauftemperatur von 55° Cel. sollte jedoch die unterste
Berechnungs-Temperatur darstellen (siehe nächsten Absatz).
Berechnung der Radiatoren und die sich
dadurch ergebenden Unterschiede:
Vorlauftemperatur
(VL) ist die Temperatur des Heizwassers, mit
welcher der Heizkörper beschickt wird
Rücklauftemperatur (RL) ist jene Temperatur, mit welcher
das Wasser den Heizkörper verlässt
Mittlere Temperatur ( tm
) ist das Mittel aus VL
und RL (80:60=70°C)
Die genannte Vorlauf-Temperatur wird im Extremfalle – also bei einer
Aussentemperatur von z.Bsp. -16° Cel. – benötigt.
In den Jahren bis 1980 hat man Radiatoren mit einer Vorlauftemperatur
von 90° Cel. (auch höher) und einer Rücklauftemperatur von 70° Cel.
berechnet und dadurch z. Bsp. für ein Schlafzimmer mit einem Wärmebedarf
von 1000 Watt einen Radiator mit einer Länge von
1 m benötigt. Die mittlere Temperatur ist dabei tm
= 80° Cel.!
Da man bei dieser hohen Temperatur jedoch einige Komfort-Nachteile in
Kauf nimmt (z.Bsp. Staubverschwelung, Geruchsbelästigung, heisse Zonen im
Raum, grösserer Wärmeverlust gegenüber der Aussenwand; etc.), empfiehlt
heute die Euro-Norm eine Vorlauf/Rücklauftemperatur von 75/65° Cel. (tm
= 70° Cel).. Dies bedeutet aber auch, dass der oben genannte Heizkörper
nun nicht mehr 1 m lang ist, sondern – da eine geringer
Wärmeabgabetemperatur vorhanden ist - ca. 1,3 m lang bei gleicher Type.
Das heisst aber auch, dass der Kauf-Preis um 30 % steigt ! (sprich:
€130,-- statt früher € 100,--)
Das lässt sich fortsetzen: Wünschen Sie tm
mit 60° Cel.
(z.Bsp. 65/55° Cel.), was einer weiteren Komfortverbesserung ensprechen
würde, müsste der Radiator ca. 1,6 m lang werden, aber auch der Preis
würde sich um 60 % erhöhen! (sprich: € 160,--
statt früher € 100,--)
Qualitätsmerkmale:
VONO-Radiatoren (Erzeuger: Fa. Vogel&Noot, Wartberg/Stmk.) sind ein
österr. Produkt mit einer Super-Kunststoffbeschichtung versehen und sind
wohl der Qualitätslabel, den es am Sektor Radiatoren zu erreichen gilt.
Ganz wichtig ist, dass die Heizkörper dicht sind, was leider durch die
Billigproduktionen (weniger Kontrolle) nicht immer gegeben zu sein
scheint. Wir können natürlich nur für den Heizungs-Engel sprechen, wenn
wir sagen: ….in den gesamten 14 Jahren haben wir noch keinen einzigen
Heizkörper wegen Undichtheit getauscht. Diese ca. 10 % höheren Preise
nehmen wir gerne in Kauf und bauen nach wie vor nur Markenprodukte ein!
Sehr gut zu unterscheiden sind Heizkörper an der Frontseite, wo man unter
Umständen sogar die Punktschweissungen sieht. In diesem Falle spricht man
von geringer Qualität.
Auch die Lackierung ist ein Kriterium. Hier sieht man sehr oft noch
Schweissnähte oder Kanten, welche nicht gut lackiert wurden. Auch
Tropfenbildungen am unteren Radiatorrand zeigen Billigprodukte.
Anschlussmöglichkeiten:
Die normale
Anschluss-Variante ist, dass man den Heizkörper seitlich links oder rechts
(oder diagonal gegenüberliegend) mittels eines Radiatorventiles und einer
absperrbaren Rücklauf-Verschraubung anschliesst (Eine Demontage des
Radiators ohne Entleerung der Heizung ist dadurch möglich).
Schön – und für die "bodenpflegende" Person dankbar ist es, wenn die
Heizungs-Leitungen „aus der Mauer“ (also von hinten) und nicht „aus dem
Boden“ (also von unten) kommend zum Radiator geführt werden können. Bei
Anschluss „aus den Boden“ haben Sie immer 2 Bodendurchbrüche (z.Bsp. bei
Fliese oder Parkett), die „schmutzig“ sind, auch bei Verwendung von
Abdeckrosetten.
Da aber heute in der Montage auch der „ZEIT“-Faktor eine wesentliche Rolle
spielt (natürlich ist es auch attraktiver), werden einige Produkte mit
„unterem, mittleren Anschluss“ erzeugt, die jedoch um einiges teurer sind.
Im Selbstbau spielt allerdings die Montage-Zeit keine derart wichtige
Rolle. Aber auch hier empfiehlt Heizungs-Engel die Rohranbindung „aus der
Wand“!
Thermostatventile: Radiatorheizungen
sollten gut „geregelt“ werden. Eine witterungs-geführte Regelung bei
Einfamilienhäusern ist sicherlich schon „Standard der Heizungs-Technik“.
Die richtige Montage des Aussenfühlers (er bestimmt die jeweils
zuzuordnende Vorlauftemperatur der Heizquelle - Kessel/Therme) ist ein
wichtiger Bestandteil der Gesamt-Regelergebnisse.
Thermostat-Köpfe (Raumtemperatur-Begrenzer!) gibt es leider wie Sand am
Meer und dementsprechend ist die Qualitätsangabe nicht leicht; Produkte,
wie z.Bsp. Herz, Heimeier, Comap, Danfoss, sind jedoch im oberen
Qualitätssegment angesiedelt und sollten auch dementsprechend
funktionieren.
Die am Radiator (Vorlauf-Regulierventil) zu montierenden Thermostat-Köpfe
müssen waagrecht (nach vorne oder seitlich wegstehend) angeordnet werden.
Selbstverständlich gibt es auch Thermostat-Ventile mit einem „kleinen“
Stellmotor und einem Raumthermostat (Einzelraum-Regelung), die u.U.
genauere Regel-Ergebnissse liefern.
Anbindungs-Systeme: „Heizungs-Engel“
geht davon aus, dass generell keine Rohrverbindungen – egal ob gepresst,
weich gelötet, oder geschraubt – im Fussboden vorgenommen werden und die
Anschlussart „aus der Wand“ der Wunsch des Kunden ist. Dadurch werden die
möglichen Anschluss-Systeme schon vermindert.
Es bleiben übrig: Mehrschicht-Alu-Verbundrohr und Spezial-Kupferrohr
(Cuprotherm - ohne Löten) !
Es kann auch festgestellt werden, dass Metallrohre im Fussboden oder in
der Wand mit einem Metalldetektor leicht „gefunden“ werden;
Kunststoffrohre jedoch nur mit sehr hohem Aufwand (Thermo-Foto) - und
wir haben jede Woche mindestens 1 telefonische Anfrage, „...wie kann ich
feststellen, wo die Heizungs-Rohre verlaufen, da wir ein Loch bohren
müssen?“
Als meistverwendetes Rohrverlege-System wird das „Spagetti-System“
gewählt, was zwar mehr Rohr erfordert, aber sowohl
hydraulisch-technische - also auch Verlege-Probleme (sprich: Fehler) ausschliesst.
Beide System sind leicht verlegbar. Die Produkt-Lebensdauer ist bei Kupfer
eindeutig länger (wieder: trifft nur in der Heizungs-Technik zu). Der
Preis ist bei Verbundrohr jedoch günstiger. Der Biegeradius - wichtig
bei Anbindung „aus der Wand“ – ist jedoch bei Spezial-Kupferrohr
wesentlich kleiner und dadurch vorteilhafter! Die Verbindung selbst beim
Radiator erfolgt in beiden Fällen mit einer Quetsch- bzw.
Pressverbindung. (Kupfer könnte aber auch weich gelötet werden, was
eventuell auch preislich ins Gewicht fällt).
Kunststoffrohre (Rohr-im-Rohr-Systeme) sind in der Wasserinstallation sehr
gut angebracht, aber in der Radiatoranbindung (Anbindung „aus der Wand“)
nicht sehr günstig und werden daher vom „Heizungs-Engel“ nur auf Wunsch
angeboten!
hier einige Bilder - klicken Sie diese
einfach an !

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